Die intrinsische Natur der Materie als Argment für den Panpsychismus
:: 4./5. Oktober 2010 ::
Mit Matthias Rugels Dissertation Panexperientialismus - Das Erleben kleinster Einheiten als Bauplan für Geist, Materie und Welt (Arbeitstitel) wird voraussichtlich 2011 die erste große Monographie aus systematischer Perspektive zum Panprotopsychismus in deutscher Sprache erscheinen.
Das Selbstverständnis seines philosophischen Ansatzes beschreibt Rugel in der Einleitung seiner Arbeit folgendermaßen:
"Die vorgelegte Dissertation gliedert sich in drei Teile. In den beiden ersten wird je ein Argument für die panexperientialistische These verhandelt, im letzten wird eine Ontologie ausgearbeitet, derzufolge alles etwas erlebt. Das erste Argument entstammt der Philosophie des Geistes: Die kleinsten Einheiten „erleben“ deshalb, weil sonst nicht zu verstehen ist, wie in einer Welt der Physik Erleben und Mentales auftreten kann – sowohl in der Evolution als auch, wenn man den körperlichen Aufbau oder die zeitliche Entstehung des Menschen betrachtet. Das zweite Argument untersucht den Begriff der Materie: Es kann nur dann materielle Einheiten geben, wenn ihre Selbständigkeit durch phänomenale Eigenschaften und Trägersubjekte garantiert wird. Der dritte Teil untersucht wie solche Subjekte interagieren. Ausgehend von kleinsten empfindenden Subjekten wird der Bauplan einer Welt entwickelt, in der gegenseitige Beeinflussung immer erlebt wird."
--- Rugel, Matthias: Panexperientialismus.
Im vorliegenden wollen wir uns insbesondere mit diesem zweiten Argument für den Panprotopsychismus beschäftigen. Ziel des Workshops ist die kritische Diskussion des Textes und des vorgeschlagenen Arguments, um ein besseres Verständnis für die Motivation zu bekommen einen Panprotopsychismus zu vertreten.
Organisatorisches:
Organisation:
- Tobias Müller (Mainz)
- Ludwig Jaskolla (München)
Hinweis:
Da im Rahmen dieses Workshops eine Arbeitsversion des Textes diskutiert wird, müssen wir alle Interessierten bitten sich verbindlich bei den Veranstaltern anzumelden (m.rugel@hfph.mwn.de). Fairness gebietet es, dass sichergestellt ist, dass Matthias Rugel von diesem Workshop inhaltlich profitiert und sich danach nicht mit Plagiaten herumschlagen muss.
Aus diesen Gründen behalten sich die Organisatoren das Recht vor, Anträge auf Teilnahme abzulehnen. Wir bitten dies zu entschuldigen.
Montag, 4. Oktober 2010
Zeit |
Moderation | Thema |
|---|---|---|
14:00-14:30 |
Ludwig Jaskolla | Begrüßung / Spielarten des Panpsychismus |
14:30-16:00 |
Tobias Müller | 2.1 Der historische Materienbegriff im Wandel |
16:15-18:00 |
Matthias Rugel | 2.2 Wie kann Materie selbstständig sein? |
18:00-19:00 |
Benjamin Andrae | 2.3 Die intrinsische Natur der Materie (2.3.1 & 2.3.2) |
| --- | Gemeinsame Abendgestaltung |
Dienstag, 5. Oktober 2010
9:00-11:00 |
Benjamin Andrae | 2.3 Die intrinsische Natur der Materie (2.3.3 - 2.3.6) |
|---|---|---|
11:30-13:00 |
Tobias Müller | 2.4 Kandidaten für die intrinsische Natur des Physischen (Teil I) |
14:30-16:00 |
Matthias Rugel | 2.4 Kandidaten für die intrinsische Natur des Physischen (Teil II) |
16:30-19:00 |
--- | 2.5 Zusammenfassung / Abschlussdiskussion |
| --- | Gemeinsame Abendgestaltung |

